Mittwoch, 19. Dezember 2012

Taupo-Rotorua-Tauranga-Whitianga

Guten Morgen, Wetter naja. Zumindestens kein Regen. Sind dann wieder aufgebrochen. Wohin, keine Ahnung, mal schauen wo uns der Sunny hinbringt. Erster Stop auf dem heutigen Road Trip waren die...
Huka Falls

Keine Ahnung wo da der Wasserfall sein soll. Ich seh nur einen Raiwwer :-)
Egal, naechster Halt war dann Rotorua. Das riecht man schon von weitem. In und um Rotorua stinkts echt mal uebel nach Furz. Keine Ahung wie man da Leben kann. Andererseits gibts ja schliesslich auch Leute, die in Medbach wohnen :-) Doppelte Verseuchung...
Das Wetter in Rotorua war eigentlich gar nicht verkehrt. War sogar fast schon unangenehm stickig oder stinkig wie auch immer... Haben dann einen Walk in einem Park gemacht. Wenn die Welt furzt, dann definitiv hier in diesem Park. Es gab ziemlich viele Furzloecher. Kleine, grosse und verdammt grosse.. Und es stinkt echt widerlich!!!
Erst riecht man es, dann sieht man es...





Im Anschluss daran, hatten wir alle komischerweise extrem Hunger und haben erstmal Pizza Hut gepluendert :-) Wie es weitergehen sollte, wussten wir bis dahin immer noch nicht. Waehrend ich pissed im Park (ein anderer nicht stinkender) rumgelaufen bin, haben die anderen ein Hostel nach dem anderen angerufen. Endlich hatten wir dann eines gefunden. Es war in Whitianga an der Ostkueste. Eigentlich wollten wir ja nach Raglan an die Westkueste. Wie ihr seht, Planung was ist das :-)
Auf nach Whitianga. Die Fahrt war komisch. Ich war in really bad mood, die anderen waren nicht besser. Dann hab ich mich auch noch verfahren.. Grrrrrrrr!! Wurscht. In Whitianga sind wir aber erstmal zu nem anderen Hostel gefahren um uns das anzuschauen. Es lag direkt am Meer. Hier wollten wir bleiben. Es sah auch mehr aus wie die Villa Kunterbunt.. Laessig!! Die Leute und das Ambiente waren echt sahnig!! Alles easy hier!! Abends in der Kueche wurde geschnackt, Bloedsinn gemacht und verarscht. Der Loisel und ich haben Vollgas gegeben. Der Rest hats gar nimmer gepackt :-) Yeah!!!

Dienstag, 18. Dezember 2012

Wanganui-Turangi-Taupo

Stress haben wir uns diesen morgen mal wieder gar nicht gemacht. Das Wetter war ok, mehr aber auch nicht. Irgendwie hat uns das Wetterglueck von der Suedinsel voellig verlassen. Hoffnung bestand trotzdem weiterhin...
Sind erst durch ziemlich langweiliges Gelaende gerauscht. Zu unserer Ueberraschung, konnte die Nordinsel hin und wieder doch mit schoenen Landschaften ueberzeugen. Hier haben wir einen kurzen Stop eingelegt und diese Pics geschossen...




Auf der Weiterfahrt mussten wir dann mal spontan fuer ein paar Schaafe bremsen... Drei der Hunde haben sich dann einen Ausreisser gekrallt. Aber irgendwie haben die 3 ihren Job falsch interpretiert. Anstatt ihn zurueck zur Herde zu treiben, haben sie einfach mal im wahrsten Sinne des Wortes zerlegt. Boeses Schauspiel... Der Schaefer hat dann aber recht schnell reagiert und seine Hunde zurueckgepiffen. Wie der Ausreisser ausgesehen hat, will ich mir gar nicht vorstellen...



Ein Highlight?? Sicher net, aber zum Pause machen was ok...

Wollten an diesem Tag eigentlich in den Tongariro National Park gehen und dort eine mehrstuendige  Wanderung unternehmen... Kannst loeten, es hat so geschifft, keine Chance. Verdammt, war dieser NP doch ein Highlight auf der Nordinsel. Ich sag ja, der Wettergott auf der Nordinsel mag uns nicht! Kein Wunder, haben wir fuer die Nordinsel nur Hohn und Spott uebrig. Wir sind Suedinsel verwoehnt. Getting used to it...
Musste wieder mal eine Planaenderung her. Wir beschlossen, bis nach Taupo zu fahren und dort die Nacht zu verbringen. Sollte das Wetter morgen besser werden, koennten wir immer noch mal zum NP zurueckfahren. Haben dann im YHA eingecheckt, solche Wi...er!! Das Zimmer und alles drumherum hat uns gar net getaugt. Die Mitarbeiter hatten wir eh schon gefressen. Ok, ihr kommt uns dumm, kein Stress, haben wir auch drauf :-) Haben dann unsere kleine Kampfdrohne Isabel vorgeschickt (sozusagen, opferten wir die Infanterie als erstes). Scheiss dreck, die Kleine hat sie alle platt gemacht!!! Respect meine Liebe!! Haben dann die Kohlen zurueck bekommen uns sind ins naechste Hostel marschiert. War ganz witzig dort. Aber auch ziemlich viele Schwachkoepfe am Start.
Sind dann im Regen zu den heissen Quellen gefahren. Waehrend die anderen schoen plantschen waren, hab ich im Auto gepennt. Da wusste ich noch nicht, dass das Beste vom Tag noch kommen sollte.
Der Loisel, hat mich dann mal geweckt und gefragt, ob wir nicht ein paar deutschen Pfosten Starthilfe geben koennten. Klar, kein Ding. Die Frage ist nur, wie man Starthilfe ohne Starthilfekabel geben soll :-) Man seid ihr hohl. Etz kommts. Dann haben sie ein Automatikauto anschieben wollen.. Hehe, was soll ich sagen. Ich hab das Schauspiel genossen. Vorallem die Vorschlaege waren echt amuesant. Im Rueckwaertsgang gehts immer.. Freilich, am besten noch mit gezogener Handbremse und der Scheibenwischermotor muss an sein :-). Sie haben es halt echt in jedem Modus versucht. Ich fands so geil. Duemmer als die Polizei erlaubt. Vorallem wenn die Scheisskarre schon zum dritten mal Starthilfe braucht, dann kauf ich mir halt mal so ein verdammtes Kabel. Normalerweise, haett ich echt geholfen und gekuckt, aber bei den Spasten hat ich echt keinen Bock. Einer duemmer als der andere. Aber danke, you made my day :-) Mit einem Grinsen im Gesicht plus lauter Musik (Offspring Self eestem) sind wir dann wieder ins Hostel gebrettert...
Besondere Vorkommnisse - Fehlanzeige.. Die Nordinsel nervt!!! Ich will wieder nach Australien!!!

Montag, 17. Dezember 2012

Picton-Wellington-Wanganui

Am morgen gings dann wieder auf die Faehre, die uns nach Wellington auf die Nordinsel bringen sollte. Isabel hatte immer noch keinen blassen, was sie machen will. Unser Stoepsel :-) hat sich einfach mal unserer 2 Mann Reisetruppe angeschlossen. Wir hatten echt nichts dagegen, sie hat sehr gut zu uns gepasst. Um 10:30 Uhr gings dann auf die Faehre. Davor hab ich Sunny noch abgegeben. Wenn die wuessten :-) Na egal!! Aufm Schiff haben wir uns gleich mal auf das Sonnendeck gesetzt!

Picton von der Reling aus

Ein Freak der verzweifelt nach Handyempfang sucht...

Das Schifflein von hinten ;-) mit Blick auf Picton

So sieht des dann aus. Das Wetter mag uns in diesen Breitengraden nicht


Sind dann gegen 14 Uhr in Wellington angekommen. Wetter mies - war klar! Wie immer in Wellington. Eine haessliche Stadt, wir wollten so schnell es geht weg von dort. Haben dann erstmal wieder ein paar Autovermietungen  angefahren und sind doch prombt wieder auf so richtig unfreundliche Arschloecher gestossen. Puh, war ich sauer, musste mich echt beherrschen, dass ich den Personen net mal ganz freundlich sag, was ich von Ihnen halte!!!
An der letzten Autovermietung haben wir es dann einfach mit Sitzstreik probiert... Es hat geklappt, der Typ ist uns preislich mal mit geschmeidigen 17 $ entgegen gekommen. Genau ich zahl fuer so nen abgefuckten Nissan Sunny mit 240.000 km 52 $ am Tag. Ich hab zwar mal ausgesehen wie Karl Dall und der Grinch, dass wars aber auch schon!
Sind dann noch schnel in McD zum futtern gegangen. Es musste ja schnell gehen. Ich hab dann erfolgreicherweise meinen kompletten Kaffee mitten im Laden verschuettet. War ne lustige Aktion - fuer mich. Ich hab sogar nen neuen bekommen :-) 
Sind dann bei bescheidenem Wetter bis nach Wanganui gefahren. Dort wollten wir die erste Nacht unseres Nordinsel Road Trips verbringen. Haben wir dann auch gemacht. Verpasst habt ihr nichts :-)

Sonntag, 16. Dezember 2012

Kaikoura-Blenheim-Picton

Am naechsten Morgen haben wir es mal wieder ziemlich ruhig angehen lassen. Enspannt bis in die Puppen Kaffee schluerfen, auschecken und alles ins Auto packen. Die Isabel und der Loisel haben sich sehr gut verstanden, also haben wir die kleine auch noch eingepackt. Ausser mir, wusste eigentlich keiner so genau, wos hingehen soll. Macht ja nix, erstmal nach Picton. 
Sind dann ueber Blenheim gefahren. Gebt euch mal bitte diese geile Strasse, die ich fahren durfte!!!
Der Beach war der Hammer. Die Farben taten schon fast weh, so grell, satt und schoen waren sie!!



Um auf diesen hammer Kuestenabschnitt besser blicken zu koennen, musste Sunny wieder mal seine gelaendetauglich unter Beweis stellen. Wir sind einfach mal spontan nach links auf nen Feldweg abgebogen, der uns zu einer Schafsfarm gefuehrt hat. Zum Glueck war kein Hund in der Naehe, der uns vertreiben wollte. Die Aussicht war einfach nur bombastisch!!! Einfach mal selbst die Glotzer benutzen :-)



Die ganze Fahrt ging an diesem herrlichen Kuestenabschnitt entlang. Im Anschluss daran sind wir noch ein paar Serpentinschleifen gefahren, um dann gluecklich in Picton anzukommen. Ein sehr geiler Road Trip! Laune war natuerlich vom allerfeinsten. Sind dann wieder in unser alt bekanntes Hostel gewackelt, in dem alles vor 12 Tagen begonnen hat. Genau dort, hab ich den Loisel und auch den deutschen Vollhorst Rob kennengelernt. Haben dann im Hostel eigentlich den ganzen Tag nur rumgechillt. Isabel und Loisel haben dann mal fuer mich gekocht (ich bin ja schliesslich der Fahrer - mein Standardspruch, wenns darum ging irgendwas zu machen)....

So waren wir bis spaet in die Nacht zusammen gesessen und haben den pervers geilen Suedinseltrip nochmal Revue passieren lassen....

Samstag, 15. Dezember 2012

Greymouth-Kaikoura

Noch schoen bis 9 Uhr weiter gepennt. Das Endresultat war... Genau, ich war immer noch muede :-)
Haben dann unser Zeug zusammengepackt und haben ausgecheckt. Da wir es aber nicht wirklich eilig hatten, haben wir uns den kompletten Vormittag im Hostel eingenistet. Schoen Kaffee vor free gesoffen und den Klaengen von Alois Loisel Mozart gelauscht, wie er am Klavier abgegangen ist wie ein ganz Grosser. Dabei hab ich mal wieder am Blog gebastelt und hab mich dabei erwischt, wie ich bei Loisels Privatkonzert ziemlich oft gaaaaanz wo anders war :-) Der Junge ist nicht nur ein grossartiger Schreiber, nein Loisel ist auch ein Musikgenie!!
Unser Hostel war uebrigens ein altes Kloster fuer warme Brueder. Was das alte Gemaeuer da schon so alles gesehen hat... Eieiei, da will ich gar net drueber nachdenken. Na auf jeden Fall, war des Ding echt laessig in Szene gesetzt, sau komfortabel und urig eingerichtet. Da musste man sich einfach nur wohlfuehlen. Es gab sogar ein 10er Dorm in der alten Kapelle. Sah voll abgefahren aus!!
Nun wurde bei der Hostelauswahl nicht nur darauf geschaut, ob es free breakfast und free Wifi gibt, nein es musste auch noch ein Klavier vorhanden sein :-)
Sind dann wieder im Sunny losgebuegelt... 
Auf unserem heutigen Trip ging es von der Westkueste quer durchs Land zur Ostkueste :-) Ich weiss, wir sind net ganz sauber, aber egal...!!!!
Unseren ersten Wow-Spot haben wir mal Winnetou und Old Shatterhand Land getauft. Ein geiles Stuecken Erde. Finds immer so krass, wenn ich beim Blog machen ueber all die Fotos stolpere und mir denke... Alter, wo du Seftl scho ueberall warst - leck mich am Arsch Marie!!!!
Einfach mal geniessen. Die Indianer aber dabei vorstellen :-)





Der weitere Weg war fuer uns dann nicht mehr so toll. Ist aber auch klar, die Highlights hatten wir definitiv schon alle gesehen. Da faellts schwer, sich fuer den Rest noch zu begeistern. Hatten trotzdem viel Spass mitm Sunny. Der Road Trip war und ist einfach der Knaller!!!

Hier noch ein paar "normal gewordene Landschaftsbilder". Wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt schon irgendwo daran gewoehnt.

Meine Aussicht. Hatte ja nix zu tun :-)

Hier wurde es wieder etwas schoener...

Sind dann am spaeten Abend in Kaikoura angekommen. Mmhhh, naja. Irgendwie fehlte uns der Flair und ein gemuetliches Hostel. Wussten gar nicht, was wir hier machen sollten. Naja, haben uns dann mit Isabel aus Germanien angefreundet. Die anderen warn aweng strange. Wollten dann mal in die "City" - "Hust" :-) um uns eines zu goennen. Bevor wir aber zum tanken sind, haben wir mal schnell am Beach vorbei gschaut. Das Wetter passte ausgesprochen gut zu Kaikoura :-) Unserer Laune tat das aber keinen Abbruch, wussten wir doch, dass es morgen schon wieder weitergeht.... Mir haette aber mal jemand sagen sollen, dass ich hier in NZ 0,0 Promille am Steuer haben darf :-)


Freitag, 14. Dezember 2012

Akaroa-Christchurch-Arthurs Pass-Greymouth

Morgaehn, alter bin ich durch... Der Blog hat ganz boese Spuren hinterlassen.. Bitte selbst ueberzeugen... So sieht das aus, wenn man tags zuvor 700 km runterspult und bis 6 Uhr frueh Blog macht, um dann gegen 9 Uhr bereits wieder aufzustehen. Solche Opfer bringe ich fuer euch - und das im Urlaub!!!! 

Nach ungefaehr 5 Litern Kaffee hab ich wieder am Blog rumgedoktort. War echt einiges an Arbeit angefallen. Im Hostel war die Stimmung einfach so ultra hammermaessig relaxt. Wir haben uns so wohl gefuehlt. Auch die Leute dort waren allesamt aeusserst angenehme Zeitgenossen. Fuer diese hatte ich aber keine Zeit - der Blog ruft. Sind dann entspannt, aber verdammt muede auf die naechste Etappe gestartet. Anbei noch 2 Bilder von Akarao..



Bei schoenstem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen sind wir durch die Lande getingelt. Boa, ich war immer noch sack muede. In jedem Kaff hab ich anhalten muessen, um mich mit Kaffee zu dopen. Ohne haett ich diese Etappe nicht durchgehalten. Dazu noch die Hitze - Puh, war nicht ohne. Am Anfang war der Blick aus dem Fenster einfach nur schoen. Umso weiter wir fuhren, um so schlechter wurde die Landschaft sowie das Wetter....
Wir mussten nach Christchurch und dann in Richtung Arthurs Pass abbiegen. Leider hat mein unfaehiger Copilot nicht gewusst dass wir in Christchurch sind (ich habs aber auch nicht gecheckt), um mich dann auch noch fuer eine Std. komplett in die falsche Richtung fahren zu lassen :-) Da kommt Freude auf. Wir mussten wieder mitten durch die Stadt durch. Kann mich nicht dran erinnert, wann ich das letzte mal so viele Ampeln gesehen hab :-) Stop and Go Verkehr stinkt!!
Nachdem wir es dann irgendwann doch geschafft hatten, auf den richtigen Highway abzubiegen, wurden wir kurze Zeit spaeter wieder mit einer schoenen Landschaft verwoehnt.

Irgendwo aufm Weg Richtung Arthurs Pass

War super zu fahren und herrlich zum anschauen


Wir hatten soviel ueber die Strasse zum Arthurs Pass gehoert und gelesen, leider war der Weg fuer uns einfach nur zum Brechen langweilig. Wir waren von den Tagen zuvor so verwoehnt, dass uns diese Landschaft nicht mehr besonders faszinieren konnte.

Auf diesem Pic nicht zu sehen, aber es hat geregnet...

Arthurs Pass - schoen scheiss langweilig (und nass)

Nachm Brech Pass hatten wir noch ca. 100 km vor uns. Musste dann erstmal wieder nen Boxenstop machen, um Kaffee nachzulegen. In dem gottverlassenen Kaff gab es nichts ausser einer Tankstelle. In diese bin ich quer und mit nach Haftung suchenden Reifen reingedonnert und hab gekonnt laessig die Zapfsaeulen verfehlt. Haett mal gesagt 8,9 Punkte in der B-Wertung :-) Der Alois war schon aweng schockiet und hat sich im Auto reingespreizt als waeren wir kurz vor ner Kolllision :-) Ich fands einfach nur lustig und hab schoen Witze auf seine Kosten gemacht!!!
Sind dann in Greymouth angekommen. Hier waren wir ja schon mal. Nix besonderes, kein Flair, einfach nichts. Die Stadt genauso blass wie das Wetter. Das Hostel in dem wir schliefen, war ein ehemaliges Kloster. War aber echt geil eingerichtet. Da liess es sich schoen naechtigen.... Hab den Alois dann in die Stadt gefahren, der Bub wollte sich unbedingt den neuen Hobbit Movie reinziehen. Ich war einfach nur tod :-) Es war ein kleines Nickerchen geplant, dass in einer Schlaforgie endete. Das erste mal bin ich nachts um 3 wieder ausm Koma erwacht... Puh, das hatte ich mal bitter noetig....

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Te Anau-Queeenstown-Cromwell-Omarama-Lake Tekapo-Timaru-Akaroa

Also, heute wird der Elias als Gastautor den Blog schreiben. Er ist richtig gut. Der Junge hat so ein Talent zum Schreiben, dass ist schon fast unheimlich. Natuerlich stellt er meine anderen Bloggeintraege damit sprachlich in den Schatten. Andererseits freu ich mich total darueber, dass er sich dafuer Zeit genommen hat. Mein "Bub" schreibt ja schliesslich im Moment an seinem ersten Buch. Er muss es ja drauf haben :-) Also, ziehts euch einfach rein!! Enjoy!!!


Der mittlerweile unsanfte Klang des Weckers holte mich aus meinem wohlverdienten Schlaf, und nur mit grosser Muehe konnte ich der Versuchung widerstehen, gleich weiterzuschlafen - aber schliesslich musste ich ja Matt wecken! Nach ausgedehntem Duschen im bitterkalten Badezimmer ging es fuer den obligatorischen Morgenkaffee in ein verschlafenes Restaurant, wo zu unserer Freude die Wiederholung des Manchester-Derbys lief - so faengt ein guter Tag schonmal an. Wir waren bewusst frueh aufgestanden, da wir wussten, dass es bis zum eigentlichen Ziel, Timaru, ein sehr weiter Weg war.
Zuerst fuhren wir denselben Weg nach Queenstown zurueck, den wir schon gekommen waren. Das Wetter war, wie nicht anders zu erwarten, fantastisch! Um die morgendliche Muedigkeit aufzulockern, machten wir erst einmal ein paar heftige Witze auf Robs Kosten.
Entlang des strahlend blauen Lake Wakatipu kamen wir wieder nach Queenstown, wo Matt sich mit der Inkompetenz von Qantas herumschlagen musste. Telefonate, neue Telefonkarten, Verzweiflungsanfaelle, Schwitzen und Fluchen - all das fuer einen Wunsch, einen einzigen, klaren Gedanken, einen sehnsuechtigen und nicht mehr endenden Traum.  Nach den anstrengenden Auseinandersetzungen hatte er (verstaendlicherweise) entsprechende Laune  - passend dazu verlief die naechste Etappe nach Cromwell und Omarama durch trostloses Land.


Zuerst pflasterten noch Blumen in Blau und Lila die Haenge, und hellblaue Fluesse schlaengelten sich durchs Land, aber schon bald gab es nichts ausser grauen Fels und ockerfarbene Huegel, das alles unter einem grauen Himmel.
Schon bald aber aenderte sich die Laune und die Landschaft wie immer schlagartig, und am Horizont tuermten sich die Berge des Mount Cook Nationalparks auf.
Nach kurzer Pause im beschaulichen und auesserst attraktiven Omarama war der Lake Pukaki das naechste Ziel. Dort angekommen, haben wir natuerlich nicht dort angehalten, wo es der gemeine Poebel tut, sondern sind schnittig querfeldein gefahren. Es war zwar holprig, aber der Blick auf den See war Belohnung genug: von einem hellen tuerkis in ein sattes Blau uebergehend, lag der Lake Pukaki vor uns, am anderen Ufer thronte der imposante Mount Cook, flankiert von schneeweissen Berge.






 Weiter gings dann zum Lake Tekapo, der allerdings die Erwartungen in keinster Weise erfuellen konnte - Milford Sound setzt eben neue Massstaebe.


Von dort aus verlief der Weg durch erschreckend langweiliges Land bis zur Kueste nach Timaru, einem Ort, der an Haesslichkeit im Grunde nicht zu uebertreffen ist, wo die Menschen ebenso unfreundlich und abstossend waren wie das Wetter. Als kleinen Willkommensgruss schien ein bestens gelaunter Neuseelaender im Auto nicht abgeneigt, sich mit Matt zu pruegeln - da wird einem warm ums Herz.  Nach einem kurzen Besuch im ranzigen Hostel stand fest, dass wir hier sicher nicht schlafen wuerden. Die Alternativen waren entweder eines der Doerfer auf dem Weg nach Norden oder Akaroa auf der Banks Peninsula vor Christchurch, das ueber 160 km entfernt war - keine Frage, worauf unsere Wahl fiel. Die Kuestenorte waren allesamt lahm und haesslich, Akaroa versprach weitaus mehr. Je laenger die Fahrt ging, desto aufgedrehter wurden wir, was aber sehr entspannend war.



Und auch das Wetter wurde besser, sobald wir den langweiligen Teil hinter uns gelassen hatten - aber so etwas muss man auch sehen, nicht alles ist immer das Paradies: Umso mehr lernt man dann das schaetzen, was man schon grossartiges gesehen hat oder noch vorhat zu sehen.
Unter der warmen Abendsonne fuhren wir entspannt ueber die Banks Peninsula, durch gewundene Strassen, rauf und runter, wo Matt gerne die Reifen quietschen und andere Fahrer alt aussehen liess. Spass muss sein, vor allem nach ueber 700km Fahrt ueber die Suedinsel! Mit Musik, Radio und Gespraechen ueber alles, was uns im Leben wichtig ist, ueberbrueckten wir die erstaunlich lange Zeit, die wir nach Akaroa brauchten, und verstanden, wo der andere manchmal mit seinen Gedanken war. In Akaroa, diesem wunderschoenen Ort in einer Bucht, fanden wir ein in rosa gehaltenes und dementsprechend attraktives Doppelzimmer, nur fuer uns allein! Was will man mehr, wenn nicht das? Das Haus war auch rosa, aber es war das beste Hostel, in dem wir bis dahin untergekommen waren. Die Menschen, die Atmosphaere und die Natur um uns herum, all das stimmte - und das war es, was wir brauchten.

Der Bub beim schlafen. Ich hab hier bis 6 Uhr morgens am Blogg gebastelt...